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| 1900 | Arno Breker wird als Sohn des Steinmetzen Arnold Breker in Elberfeld geboren. |
| 1916–1920 | Steinbildhauerlehre und Besuch der Kunstgewerbeschule in Elberfeld. |
| 1920–1925 | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf. |
| 1927 | Nordafrikareise, auf der die Radierungen- und Lithographienfolge »Tunesische Reise« entsteht. Breker entwickelt ein Gußverfahren der »reinen Form« ohne Oberflächenunebenheiten, das für die idealisierende Typisierung des Schaffens im Nationalsozialismus stilprägend wird. |
| 1927–1933 | Nach mehreren Paris-Reisen läßt sich Breker als Bildhauer in der Stadt nieder, wo er mit Künstlern wie Robert Delaunay, Jean Cocteau (1889-1963) und Man Ray (1890-1976) in freundschaftlichem Kontakt steht. |
| 1933 | Breker erhält den Rom-Preis des preußischen Kulturministeriums und verbringt ein Jahr in der Villa Massimo. |
| 1934 | Übersiedlung nach Berlin. |
| 1935 | Teilnahme an der Ausstellung der »Berliner Secession«. |
| 1936 | Beteiligung an der Olympischen Kunstausstellung in Berlin. Breker gewinnt beim Plastik-Wettbewerb die Silbermedaille des Internationalen Olympischen Komitees für die Statuen »Zehnkämpfer« und »Die Siegerin«. Damit erlangt er - zuvor als »Franzose« kritisiert - höchste offizielle Aufmerksamkeit. |
| 1937 | Für die Weltausstellung in Paris fertigt Breker Skulpturen für den Deutschen Pavillon und ist Mitglied der internationalen Jury. Heirat mit der Griechin Demetra Messala. |
| 1937–1945 | Professor einer Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. |
| 1938–1944 | Breker erhält in Zusammenarbeit mit Albert Speer zahlreiche Staatsaufträge. Auf ausdrücklichen Wunsch Adolf Hitlers, mit dem er auch in persönlichem Kontakt steht, ist er für den geplanten Ausbau Berlins tätig. Hierfür wird ihm ein eigenes Großraumatelier in Berlin-Dahlem errichtet. Anfertigung von Skulpturen und Reliefs für die Neue Reichskanzlei und andere öffentliche Gebäude, wie beispielsweise die allegorische Darstellung »Kameraden«. |
| 1939 | Studienreise nach Italien und Arbeitsangebot Josef W. Stalins für die Sowjetunion. |
| 1940 | Großer Preis von Italien und Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. |
| 1941–1942 | Im NS-Staatsauftrag werden die »Arno Breker Steinbildhauerwerkstätten« gegründet, in denen unter der Leitung eines Beauftragten Speers Kriegsgefangene Brekers Modelle - wie die »Hitler-Büste« von 1941 - umsetzen und vervielfältigen müssen. |
| 1942 | Auf Einladung der französischen Vichy-Regierung große Einzelausstellung in der »Orangerie« in Paris. |
| 1945 | Nach Ende des Zweiten Weltkriegs flieht Breker nach Wemding (Bayern). Rund 90 Prozent seines Werks sind zerstört. |
| 1948 | Trotz seiner früheren privilegierten Stellung wird Breker bei der »Entnazifizierung« als »Mitläufer« eingestuft, da er sich mehrmals für Verfolgte des Regimes - wie Pablo Picasso und Peter Suhrkamp (1891-1959) - eingesetzt hat. |
| 1950 | Rückkehr nach Düsseldorf, wo er als Architekt am Wiederaufbau beteiligt ist. |
| 1958 | Heirat mit Charlotte Kluge. |
| 1960 | Errichtung eines Ateliers in Paris, wo er wieder als Bildhauer und Graphiker tätig ist. |
| from 1976 | Arbeit am »Olympia Zyklus«. Mit diesen lebensgroßen ideal-athletischen Standfiguren nach Modellen deutscher Sportler wie Ulrike Meyfarth (*1956) nimmt Breker das Element der vollendeten Form wieder auf. |
| 1980 | Bereitstellung des Schlosses Nörvenich (bei Köln) durch die Bundesregierung zum Aufbau eines »Museum Arno Breker - Sammlung Europäische Kunst«, das 1985 eröffnet wird. |
| 1981 | Breker beteiligt sich mit einem Entwurf an der Ausstellung »Paris 1937-47«. Er muß seinen Entwurf aufgrund massiver Proteste zurückziehen, woraufhin er sich deutlich vom Nationalsozialismus distanziert. |